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Okt 13

Eines der Probleme bei Vorwürfen ist oft, dass wir nicht zu unseren eigenen Eigenschaften stehen. Die heute mal nicht ganz so günstig ausgewählte Krawatte oder die zwei Pfund mehr auf den Rippen sind uns bewusst. Wenn sich jetzt jemand genau diese Eigenschaft aussucht, um uns anzugreifen, sind wir verletzt. Denn eigentlich wollten wir schon längst mal uns beraten lassen wegen der Kleidungsauswahl (Krawatte) oder zu Sport gehen, um die Pfunde los zu werden.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Gibt es da auch so ein Thema? Was passiert wenn Sie angegriffen werden? Die meisten drucksen herum:

“Na, Bärbel, mal wieder ein bisschen zugelegt im Urlaub?”

“Tja, äh, nunja, das Essen war so lecker am Buffet, da konnte ich so schlecht Nein sagen…”

Wenn Sie sich so verhalten, sehen Sie schlecht aus. Der Angreifer weiß, er hat voll ins Schwarze getroffen. Die Speerspitze steckt Ihnen im Fleisch und schmerzt.

Warum eigentlich? Was bringt Sie dazu den Vorwurf so weit an sich heran zu lassen? Außer negativen Gefühlen haben Sie nichts davon. Drehen Sie Ihr Verhalten doch mal herum. Statt den Inhalt des Vorwurf als etwas Verwerfliches zu akzeptieren, stehen Sie voll zu Ihren Eigenschaften. Sie können (zumindest unmittelbar) ja doch nichts daran ändern. Zeigen Sie Selbstbewusstsein und akzeptieren Sie an sich selbst auch die Eigenschaften, die Ihnen andere als negativ unterstellen.

Dafür gibt es verschiedene Strategien:

1. Voll akzeptieren:

“Deine Krawatte passt nicht zum Hemd.”

“Ja, genau. Ist das nicht herrlich?”

2. In das Gegenteil übertreiben:

“Du hast ganz schön zugenommen.”

“Eigentlich wollte ich die 100 kg-Marke knacken, aber es ist mir einfach nicht gelungen.”

3. Selbstironie:

“‘Sie sind schon ganz schön alt.”

“Tatsächlich bin ich 104. Aber ich sage immer 67, das erhöht meine Chancen bei jungen Frauen.”

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren.

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Jul 5

Die Technik des geschickten Uminterpretierens ist eine sehr starke Strategie im Fundus der Schlagfertigkeitstechniken.

Eine bemerkenswerte Uminterpretation fand ich über das Blog Coffee and TV. Hier ist es die Bildbeschreibung eines Fotos von der Love-Parade in der Rubrik “einestages” von Spiegel.de. Es ist halt immer eine Frage der Sichtweise, wie Foto (hier die wichtigen Details)  und Bildbescheibung zeigen:

screenshopt-spiegelde1

Topp-Stimmung: Eine mit einem Bikini-Top bekleidete
Love-Parade-Teilnehmerin (2. v. li.) blickt von einem
Partywagen herab.

Vielen Dank für die Beobachtung an Coffee and TV.

Nach originellen Bildunterschriften sucht auch Markus Wolf Manuel Wolff regelmäßig bei www.uiuiuiuiuiuiui.de. Wer seine verbalen Fähigkeiten trainieren will, findet hier eine Spielwiese.

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Jun 29

Gerade wurde Britney Spears in ihrem eigenen Twitter Account für tot erklärt. Die Meldung ist schon wieder gelöscht und dementiert, aber schon recht kurios und zeigt die Sicherheitslücken in dem noch jungen Medium.

Mich gibt es jetzt übrigens auch bei Twitter und ich lebe noch. ;-)

britney_dead_twitter

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Mai 16

Gudio Westerwelle in einem Interview der Kölner Rundschau:

“Wenn man wie ich mit drei Brüdern bei einem allein erziehenden Vater groß geworden ist, hat man drei Dinge gelernt, die das Leben erleichtern: Laut zu reden, schlagfertig zu sein und schnell zu essen.”

Wer keine drei Brüder hat, darf gern zum Schlagfertigkeits-Training kommen. Weitere Informationen hier.

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Apr 22

Die befreundeten Kollegen Sven und Daniel stehen vor dem Kaffeeautomat. Das betagte Modell ist mal wieder ausgefallen.

Daniel grantelt: “In dieser Firma wird aber auch gar nichts ersetzt, was alt ist und nicht mehr richtig funktioniert.”

Sven kontert: “Das ist wohl auch der Grund, warum Dir noch nicht gekündigt wurde.”

Beide lachen herzhaft.

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Apr 9

(c) Harry Hautumm/PIXELIOEs ist manchmal schon merkwürdig, wofür Menschen meinen, eine schlagfertige Antwort zu benötigen. In einemXING-Forum fand ich diese Anfrage von einer Trainer-Kollegin:
 

Sie sitzen mit einem Kollegen in einem Kundenmeeting. Leider schwappt Ihnen Ihr Mineralwasser auf den Tisch. Dieser sagt hierzu: “Es ist doch in jedem Meeting das gleiche: immer diese Unachtsamkeit!”

-> Wie weisen Sie den Kollegen in seine Schranken?

-> Was wäre hier ihre schlagfertige Antwort?

Bitte macht Euch eins klar: Es gibt Situationen, für die braucht es keine schlagfertige Antwort, für die braucht es eine Lösung. Hier ist also ein Missgeschick passiert, dumm genug. Die einzig richtige Reaktion wäre also zu sagen: “Sorry. Ich besorge schnell einen Lappen.” Schlamassel aufwischen und weiter im Thema. 

Der “nette Kollege” bewegt sich in Taktlosigkeit, na bitte. Aber was sollte es bringen, hier eine schlagfertige Antwort zu platzieren? So etwas wie: “Ich habe das Wasser verschüttet, das Sie mir nicht reichen können.”? Auf keinen Fall. Egal, was Ihr Euch da einfallen lasst, Ihr wirkt streitsüchtig und zickig. Schlimmer noch: Vor Augen des Kunden werden interne Zwistigkeiten nach außen getragen. Das schadet dem Ansehen des gesamten Unternehmens.

Je länger über das Missgeschick diskutiert oder gar gestritten wird, desto mehr Zeit und Energie wird auf falsche Themen verwandt. Nach dem Meeting könntet Ihr den Kollegen unter vier Augen freundlich darauf hinweisen, dass seine Bemerkung nicht hilfreich war, das ist aber schon alles.

Mein Tipp: Keine Schlagfertigkeit um jeden Preis. Kümmert Euch um die Lösung von Problemen und darum, schnell wieder auf Sachthemen und die wichtigen Ziele zurück zu kommen.

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Apr 8

Alles redet von der Krise.  Bei Euch auch? Falls in Eurem Unternehmen die Mitarbeiter und Führungskräfte noch guten Mutes sind, dann sorgen aber auf  jeden Fall die Medien dafür, dass die Krise präsent bleibt. Eines wird dabei gern vergessen: Die Berichte von Krisenzeiten nähren die Krise weiter. Je mehr Menschen bewusst mit der Einstellung leben “Wir haben eine Krise.”, desto mehr wird nach Krisen-Indikatoren gesucht werden, die diese Sicht bestätigen. Und wer in dem Bewusstsein der Krise lebt wird auch Krisen-orientiert handeln: weniger investieren, sparen oder gar resignieren.

Dabei steckt in jeder Krise auch das Potential zu Neuem und Weiterentwicklung. In Krise formieren sich die Märket und Anbieter neu. Gerade jetzt solltet Ihr dafür sorgen, Eure Kenntnisse und Fähigkeiten auszubauen. Richtet Euren Blick auf das Positive.

Sehr gut zu diesen Gedanken passt der Aufruf  zum Mutmach-Tag von Kai-Jürgen Lietz in seinem Entscheider-Blog. An diesem Tag - Als Datum wurde der 17. Juni gewählt, der ehemalige Nationalfeiertag, der an die Aufstände zur Freiheit in der DDR erinnerte. Das ist doch ein guter Zeitpunkt, um ein wenig Aufstand gegen Krise und negative Denkrichtungen zu üben. Damit möglichst viele Menschen dafür aktiviert werden, ist das ganze mit  einem Aufruf zur Berichterstattung in Blogs und Twitter verbunden. Das mach in diesem Fall doch gern.

Meine Unterstützung hat die Aktion.
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Hier kommt ein Hinweis mit schlagfertigem Nutzen für Sie:

Werden Sie schlagfertig und erfolgreicher

Das Premium-Seminar für alle, die im Beruf auch in Stress-Situationen erfolgreich und elegant reagieren wollen. Lernen Sie konkrete Techniken, die Ihnen Sicherheit geben und Sie souverän wirken lassen, auch wenn Ihr Gegenüber unter die Gürtellinie zielt.

Nächster Seminar-Termin: 16. - 17.01.2010 in Frankfurt/Main
Weitere Infos und Anmeldung ...

Gero Teufert, Rhetorik-Trainer