Schlagfertigkeit Blog - Schlagfertigkeit, Rhetorik und Kommunikation
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September 1.

Die Fähigkeit, das Wort “Nein” auszusprechen, ist der erste Schritt zur Freiheit.

Nicolas Chamfort

 

Bevor Sie also leichtfertig Arbeiten übernehmen oder zu einem Gefallen »Ja« sagen, sollten Sie die folgenden Dinge bedenken:

  •  Sie haben immer die Wahl auch »Nein« zu sagen
  • Werde ich hier gerade überrumpelt?
  • Entspricht die Arbeit meinen Prioritäten?
  • Bringe ich mich selbst in Schwierigkeiten oder Zeitverzug, wenn ich zusage?
  • Möchte ich diesem Menschen meine Zeit schenken?

Wenn Sie sich der Konsequenzen bewusst sind, ist das »Nein«-Sagen gar nicht mehr so schwer. Sie müssen es sich nur fest vornehmen. Sagen Sie das nächste Mal auch dann »Nein«, wenn Sie sich etwas unsicher dabei sind.

Sagen Sie sehr bestimmt »Nein« und geben Sie anschließend eine Begründung. Ein reines Nein ohne weitere Erklärung wirkt sehr schroff und abweisend. Die Begründung schafft eine Brücke zum Verständnis Ihres Gegenübers. Hierzu auch noch ein wichtiger Tipp: Die meisten Menschen schieben einen Grund vor. Nehmen wir an, Ihre Kollegin bittet Sie Ihre Arbeiten zu übernehmen. Achten Sie auf die Wirkung der folgenden Antwort:

»Nein, tut mir leid, ich würde es ja tun, aber heute habe ich schon etwas vor.«

In den meisten Fällen ist das eine erfundene Ausrede. Diese Antwort wäre für Sie selbst auf Dauer unbefriedigend. Erfundene Ausreden machen Sie nicht glücklich. Auch Ihre Formulierung trägt dazu bei, dass Sie beim nächsten Mal höchstwahrscheinlich wieder eines der ersten Opfer für die Arbeitsübernahme sind.

 

Haben Sie Mut auch mal eine an Sie gerichtete Bitte zurückzuweisen.

Wenn Sie einen Gefallen ablehnen, sagen Sie klar und deutlich »Nein«. Geben Sie dann eine ehrliche und direkte Begründung, warum Sie die Bitte ablehnen.

Nehmen Sie dafür die folgende Formulierung als Beispiel:

»Nein, ich werde heute nicht noch Deine Fälle übernehmen. Mir ist mein Feierabend wichtig. Du musst eine andere Lösung finden.«

 

Diese Formulierung ist entscheiden, deutlich und ehrlich. Ihrem Gegenüber wird dadurch klar, dass Sie für diesen Vorschlag nicht zu haben sind und und er wird sich denken, dass Sie sich nicht so leicht ausnutzen lassen. Beim nächsten Mal wird er darüber nachdenken, ob er Sie dafür einspannt, seine unerledigten Aufgaben zu übernehmen und sich wahrscheinlich ein anderes Opfer suchen. Den Unterschied macht die Klarheit in der Formulierung.

 

Für ein gekonntes Nein nutzen Sie folgende Formulierung:

»Nein, und ich sag Dir auch warum…« Schließen Sie eine ehrliche Begründung an.

 

Wollen Sie wirklich Ihren geliebten Feierabend aufs Spiel setzen? Foto: Alexander Altmann / pixelio.de

Wollen Sie wirklich Ihren geliebten Feierabend aufs Spiel setzen? Foto: Alexander Altmann / pixelio.de

 

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August 29.

»Nein« zu sagen ist im Grunde nicht so schwer. In unserer menschlichen Entwicklung begegnete uns das »Nein« zunächst in Form von Verboten unserer Eltern. Ein »Nein« war eine Anweisung, die uns vor Schäden bewahren sollte. Später in der kindlichen Entwicklung kam dann die Trotzphase, in der wir als Kind selbst ausprobieren, wie weit wir mit einem »Nein« gehen können. Häufig wurde diese dann begleitet von Kommentaren unserer Eltern, die dazu angelegt waren, uns ein schlechtes Gewissen einzureden: »Wenn Du Dein Spielzeug nicht wegräumst, dann wird der Papa aber sehr traurig.«

Psychologen haben herausgefunden, dass auch die Einstellung der eigenen Eltern zum Neinsagen eine prägende Wirkung auf Kinder hat. Jedem von uns ist es schon mal gelungen, in irgendeiner Form »Nein« zu sagen. Warum fällt es dann häufig so schwer?

Wir alle haben ein inneres Belohnungssystem. Anderen einen Gefallen zu tun, erzeugt in uns gute Gefühle. Da sind zum Beispiel:

  • Das Gefühl gebraucht zu werden
  • das gute Gefühl, jemanden zu helfen
  • das Gefühl ein zuverlässiger Partner/Freund/Kollege zu sein
  • das Gefühl eine Bestätigung zu bekommen
  • das Gefühl, beim anderen Pluspunkte zu sammeln

Wenn wir anderen einen Gefallen tun, dann werden wir mit diesen guten Gefühlen belohnt. Wenn wir einen Vorschlag allerdings ablehnen wollen, fehlen diese guten Gefühle und es kommen Gewissensbisse auf. »Was wird der andere von mir denken?«

Wahrscheinlich haben Sie dann sogar unterschwellig Gefühle der Angst:

  • Angst, dass der andere Sie als unhöflich wahrnimmt
  • Angst vor Ablehnung
  • Angst, dass Sie undankbar zu wirken
  • Angst, dass Sie als nicht hilfsbereit gelten

Diese psychologischen Effekte führen dazu, dass wir zunächst einmal gegen eine ganze Reihe von Widerständen ankämpfen müssen, um »Nein« sagen zu können. Sie sollten aber auch bedenken, dass Sie für die Aufgaben, die Sie für andere übernehmen auch einen Preis zahlen.

Bedenken Sie die Konsequenzen: Wenn sie es nicht schaffen, »Nein« zu sagen, führt das langfristig zu Mehrarbeit, einer Überbelastung und mehr Stress für sie. Sie werden unzufrieden und sind ein Spielball anderer. Sie verlieren Zeit, die Sie wahrscheinlich für Ihre eigenen Aufgaben brauchen. Das »Ja« zu den Bitten anderer ist auch immer ein »Nein« zu den eigenen Aufgaben.

Denken Sie auch an die negativen Gefühle, die Sie haben, wenn Sie Aufgaben übernommen haben, die Sie eigentlich ablehnen wollten. Hat Sie das noch nie geärgert? Es lohnt sich also, sich eine Strategie für das »Nein« sagen zuzulegen.

 

Schlagfertige Rentnerin

Die Frau ist 87, aber im doppelten Sinne schlagfertig. Das mussten drei Ganoven im Alter zwischen 15 und 19 Jahren erfahren, als sie die Bayreuther Rentnerin mit einer Pistole in der Hand zu Hause überfielen. “Wir brauchen Geld”, forderte einer. “Ich auch!”, antwortete die Frau und schlug dem verdutzten Täter die Waffe aus der Hand. Daraufhin flüchteten die Räuber ohne Beute.

(Bericht war zu sehen auf n-t)

 

Im doppelten Sinne schlagfertig, lässt sich die Dame nicht einschüchtern. Foto: Hannes Tier / pixelio.de

Im doppelten Sinne schlagfertig, lässt sich die Dame nicht einschüchtern. Foto: Hannes Tier / pixelio.de

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August 27.

Annabell ist seit neuen Monaten als junge Sachbearbeiterin tätig. Engagiert geht sie ihrer Arbeit nach. Derzeit ist Monatsabschluss und deshalb fällt besonders viel Arbeit an. Ein hoher Stapel mit Fällen wartet noch auf sie. Damit Annabell ihre Arbeit schafft, hängt sie auch schon mal ein paar Überstunden an die normale Arbeitszeit.

Ihr Kollegin Petra hat eine andere Einstellung. Sie ist Mutter von zwei Kindern und hält sich an Ihre Arbeitszeiten. Kurz vor Arbeitsende kommt sie mit einem Stapel Akten in Annabells Büro. Sie hat ein charmantes Lächeln auf den Lippen als sie sagt:

»Annabell, Du weißt doch, dass ich Familie habe. Ich habe ein ganz große Bitte an Dich. Ich muss jetzt dringend los, weil ich heute Abend an einen Elternabend teilnehmen muss. Mutterpflicht, das lässt sich leider nicht ändern. Wärest Du so gut, meine restlichen Fälle zu übernehmen? Du bist heute die einzige, die das machen kann. Ich bin Dir so dankbar.« Annabell nickt und seufzt. Sie blickt auf ihren Stapel übrig gebliebener Fälle, neben dem jetzt noch der Stapel von Petra liegt. Damit muss Yoga heute mal wieder ausfallen. »Warum fällt es mir um Himmels willen so schwer ‚Nein‘ zu sagen?«, denkt sie bei sich…

 

Haben Sie auch manchmal Schwierigkeiten eine Bitte abzulehnen?

Es gibt viele Fälle, in denen sich gekonntes Neinsagen lohnt. Hier einige Beispiele:

  • wenn Sie jemand um einen Gefallen bittet, den Sie eigentlich gar nicht ausführen wollen
  • wenn sich jemand Geld leihen will, der seine Schulden selten zurückzahlt
  • wenn ein Verkäufer Sie zum Kauf drängen will
  • wenn Ihre Kinder quängeln

Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten Nein zu sagen, insbesondre wenn ein anderer um einen Gefallen bittet. Natürlich soll Sie dieser Abschnitt nicht davon abhalten, andern eine Freundlichkeit zuteil werden zu lassen und dabei auch mal mit den eigenen Interessen hintenan zu stellen. Wenn Sie sich aber häufiger über sich selbst ärgern, weil Sie Aufgaben übernommen haben, die Sie eigentlich ablehnen wollten, dann sollten Sie Ihr Verhalten ändern.

Wann ist Ihr persönlicher Grenzpunkt erreicht? Foto: Espressolia / pixelio.de

Wann ist Ihr persönlicher Grenzpunkt erreicht? Ziehen sie Konsequenzen. Foto: Espressolia / pixelio.de

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August 22.

Die Mehrheit der Teilnehmer einer Besprechungsrunde möchte schnell und sachlich die Ziele der Versammlung erreichen. Diese Tatsache können Sie sich als Mittel gegen Störer zu Nutze machen.

  • Nehmen Sie in Sitzungen oder Besprechungen mal die Adler-Perspektive ein. Schauen Sie von oben auf die Sitzung und adressieren Sie vor allen, wie dort aus Ihrer Sicht miteinander geredet wird. Sprechen Sie dabei die Gesprächsatmosphäre an, ohne dass Sie sich mit der Unverschämtheit eines Zwischenrufers beschäftigen.

 

Sie erreichen das mit Formulierungen wie:

»Bevor wir hier unsachlich werden, lassen Sie uns doch mit dem Thema X weitermachen.«

»Bitte begeben Sie sich doch auf das Gesprächsniveau, das wir hier alle gewohnt sind.«

Das Zauberwort in diesen Sätzen ist das Wort »wir« oder »wir alle«. Durch seine Verwendung machen Sie sich zum Sprecher der gesamten Gruppe und isolieren den Zwischenrufer.

Diese Technik ist sehr raffiniert. Gedanklich werden Ihnen die Sitzungsteilnehmer zustimmen, denn alle wollen zielorientiert durch das Meeting gehen. Sie sind damit auf jeden Fall der Gewinner der Auseinandersetzung, und zwar ohne inhaltlich auf den Einwurf einzugehen.

 

So analysieren Sie den Gesprächsstil zu Ihrem Vorteil

Zusätzlich zu den oben genannten Formulierungen können Sie die folgenden für sich nutzen:

  • »Bitte halten Sie sich doch an den Ton, der zu unserer Unternehmenskultur gehört.«
  • »Wir alle haben Ihre Entgleisung zur Kenntnis genommen.«
  • »Ihre Bemerkung hilft uns hier in keiner Weise weiter.«
Wechseln Sie die Perspektive. Foto: Armin Bothur / pixelio.de

Wechseln Sie die Perspektive. Foto: Armin Bothur / pixelio.de

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August 22.
Kann ich mal mit Ihnen reden?
von Gero Teufert | Kommunikation, Tipps und Tricks | Freitag, 22. August 2014 | Keine Kommentare »

Wenn jemand Sie hart angreift, Sie während Ihrer Rede unterbricht oder versucht bloßzustellen, dann sollten Sie den Mut haben, ihn auf sein Verhalten anzusprechen. Selbst wenn Sie während des Meetings nichts zu entgegnen wissen, gehen Sie anschließend auf den Störer zu und sagen Sie:

»Herr Störer, haben Sie mal zwei Minuten Zeit, ich möchte gern mal unter vier Augen mit Ihnen reden.« 

Einem Widersacher so zu begegnen, kostet Mut, aber es zahlt sich aus. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich der Störer darauf einlassen. In diesem Moment haben Sie bereits die Führung übernommen und können den Verlauf der Aussprache bestimmen.

  • Sprechen Sie den Störer an und bitten Sie ihn um ein Vier-Augen-Gespräch.

Am besten ziehen Sie sich in einen Raum zurück, in dem Sie wirklich allein sind. Denn oft geht es dem Störer bei seinen Einwürfen um das Ansehen in der Gruppe oder seinen Status. Im Vier-Augen Gespräch wird der Störer häufig selbst das Wort ergreifen und sagen, dass er sich wohl etwas im Ton vergriffen habe. Tut er das nicht, dann sprechen Sie von Ihren Gefühlen.

  • Machen Sie dem Störer keinen Vorwurf. Reden Sie von sich und Ihren Empfindungen.

 

Sagen Sie:

»Herr Störer, ich empfand Ihre Art Äußerungen während meiner Präsentation unangebracht. Ich fühlte mich verletzt.«

In der Regel wird sich Ihr Gesprächspartner entschuldigen. Tut er es nicht, können Sie weiter nachfragen, welchen Vorschlag er denn habe, um die Kommunikation zukünftig besser zu gestalten. In jedem Fall erhalten Sie so wichtige Hinweise und führen ein konstruktives Gespräch.

Damit sind Sie aktiv, bestimmen die Regeln des Spiels und verschaffen sich eine höhere Souveränität. Sie erreichen mit diesem Ansatz langfristig eine bessere Ausgangslage für ähnliche Kommunikationsfälle.

 

Machen Sie sich verletzlich und geben Sie Empfindungen offen zu. Foto: D. Braun / pixelio.de

Machen Sie sich verletzlich und geben Sie Empfindungen offen zu. Foto: D. Braun / pixelio.de

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