Schlagfertigkeit Blog - Schlagfertigkeit, Rhetorik und Kommunikation
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Oktober 1.

Das Verschieben einer Antwort ist insbesondere dann ein probates Mittel, wenn Sie in Sitzungen oder Meetings in Bedrängnis geraten. Werden Ihnen Fragen gestellt, die sie nicht direkt beantworten wollen, dann verschieben Sie die Antwort Einfach auf später. Dieses Recht haben Sie immer, wenn Ihnen viele Fragen gestellt werden, denn keiner kann von Ihnen verlangen, dass Sie zu jeder Zeit alles wissen.

 

Wenn Sie Fragen zu sehr bedrängen, verschieben Sie die Antwort. Sie sagen zum Beispiel:

»Ehe ich ihnen etwas Falsches sage, muss ich mich näher zum Sachverhalt informieren. Ich gebe Ihnen die Antwort dann im nächsten Meeting/später/morgen.«

 

So sind sie im aktuellen Moment erst einmal aus der Schusslinie. Die korrekten Antworten müssen allerdings dann noch beibringen. Aber, wenn sie in dieser Form antworten, gewinnen Sie erst einmal Zeit und Raum. Sie können dann in Ruhe Ihre Antworten für das nächste Meeting vorbereiten.

Das verschieben ist auch dann ein sehr adäquates Mittel, Wenn sie sich mit ihrem Gesprächspartner in einer emotional festgefahrenen Situation befinden. Ein Wort ergibt das andere, jeder ist sauer auf den anderen und es ist keine Lösung abzusehen. In solchen Fällen sollten sie zunächst einmal Abstand gewinnen. Das ermöglicht Ihnen, sich emotional zu beruhigen, und anschließend mit klarer und sachlicher Argumentation weiterzumachen. Es gibt dafür die kleine Lösung, Das wäre eine kurze Unterbrechung oder eine Pause für Ihre Besprechung oder ihr Meeting.

Die Fortführung von emotional angespannten Gesprächen führt häufig nur zu einer weiteren Eskalation. Sorgen Sie für sich selbst und für Ihre Gesprächspartner. Wenn das Gespräch feststeckt, gönnen Sie sich eine Pause. Sie können das ganz einfach direkt ansprechen:

»Ich glaube, wir alle brauchen jetzt eine Pause. Was halten Sie davon, Wenn wir für 10 Minuten unterbrechen in Ruhe einen Kaffee trinken, und dann weiter diskutieren?«

Manchmal ist dabei auch sinnvoll in der »Ich-Form« zu reden. Sie geben dann nur Ihrem eigenen Bedürfnis für eine Unterbrechung Ausdruck:

  • »Ich bräuchte dringend eine Pause. Was halten Sie davon…«

Nutzen Sie dann die Zeit, Um emotional abzukühlen. Tun sie sich selbst etwas Gutes und kommen Sie erfrischt in das Meeting zurück, Damit sie wieder Raum für neue Ideen und Lösungen haben.

Sollten Sie das Gefühl haben, dass das Meeting oder Gespräch soweit festgefahren ist, dass auch mit einer Pause kein wesentlicher Fortschritt abzusehen ist, dann unterbrechen Sie und vertagen das weitere Gespräch:

  • »Liebe Teilnehmer, ich habe das Gefühl, dass wir heute zu diesem Thema keine Lösung mehr zustande bekomme. Was halten Sie davon, dass wir unser Gespräch hier unterbrechen, alle Argumente erstmal sacken lassen und uns dann in drei Tagen mit hoffentlich neuen Ideen zusammensetzen?«

Bei Festgefahrenen Gesprächen haben Sie drei Möglichkeiten, den Gesprächsteilnehmern etwas Abstand und Ruh zu verschaffen:

  • Sie können eine Pause anregen
  • Sie können eine Antwort verschieben
  • Sie können das Gespräch unterbrechen und die Fortführung vertagen

 

Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um zu verhindern, dass sich die Situation vollends festfährt und Sie die Gesprächsmöglichkeit für immer verlieren.

 

Gönnen Sie Ihrem Kollegen und sich eine Entspannungspause im Konfliktgespräch. Foto: Jungfernmühle / pixelio.de

Gönnen Sie Ihrem Kollegen und sich eine Entspannungspause im Konfliktgespräch. Foto: Jungfernmühle / pixelio.de

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September 29.

Sehr häufig ist Stress der bestimmende Faktor für Ihre Reaktion bei verbalen Angriffen. Das Stressempfinden bei den Gedanken »Ich weiß nicht, wie ich jetzt reagieren soll«, führt uns dazu, dass wir sprachlos werden. In der Folge empfinden wir noch mehr Stress, manchmal sogar Panik, in der aktuellen Situation zu versagt zu haben. Brechen Sie daher aus, aus dieser Stressfalle.

Beobachten Sie einmal Ihre Körperreaktion (oder vielleicht besser, die eines anderen Menschen) in so einem Falle. Sie werden merken, dass der Angegriffene zunächst einmal den Atem anhält. Der Angriff und die Reaktionslosigkeit führt sozusagen zu einem kleinen Schockzustand, der mit einer gewissen Körperstarre einhergeht. Unser Körper wird nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, unsere neuronalen Netzwerke (sprich: das Gehirn) sind quasi stillgelegt. Daher ist es wichtig, möglichst schnell aus diesem Zustand heraus zu kommen.

 

Schockzustand! Foto: Guenter Hamich / pixelio.de

Erst kommt der Schock, dann die Körperstarre! Ist es auch bei Ihnen so? Foto: Guenter Hamich / pixelio.de

Wenn Sie feststellen, dass Sie sich in einem Panikzustand befinden, weil Ihnen die richtige Antwort fehlt, versuchen Sie zunächst einmal tief ausatmen. Diese Zeit haben Sie immer. Kein Gesetz der Welt schreibt Ihnen vor, dass Ihre Antwort wie aus der Pistole geschossen kommen muss. Atmen kostet nur den Bruchteil einer Sekunden und hilft Ihnen enorm. Sie werden merken, dass sich Ihr Körper wieder beruhigt und sich wieder eine größere Funktionsfähigkeit einstellt. So fällt es leichter, wieder klar zu denken.

 

Schaffen Sie sich selbst die Möglichkeit, auf einen Angriff entspannt zu antworten. Sie haben immer die Wahl, wie Sie regieren wollen. Sie haben jetzt schon eine Menge Standards und Techniken in diesem Blog kennengelernt. Ein oder zwei Standards sollten Sie parat haben und am Anfang vielleicht auch ein oder zwei Techniken, die Ihnen gefallen. Sollten diese nicht passen, haben Sie immer noch die Gelegenheit auf Zeit zu spielen.

 

Wenn Ihnen sonst keine gute Antwort in den Sinn kommt, können Sie immer noch Ihre Antwort in die Zukunft vertagen. Sagen Sie dazu einfach:

»Naja, ich sage Ihnen später, was ich von dieser Bemerkung halte.«

 

Gehard Schröder wird eine Antwort zugeschrieben, die einen ähnlichen Ansatz verfolgt. Ich muss jetzt zugeben, dass ich das Original-Zitat nie gefunden habe, trotzdem möchte ich Ihnen die Antwort nicht vorenthalten. Der Bundeskanzler a. D. Soll bei einer Sitzung auf eine Anfeindung gekontert haben:

»Wenn ich Ihnen sagen würde, was ich darüber denke, hätten wir hier alle was zu lachen.«

Ja, wenn – so ist das mit dem Konjunktiv, er ist die Möglichkeitsform. Möglich wäre es wenn er es sagen würde… aber er tut es halt einfach nicht! Damit dürfen die Zuhörer dann rätseln. Selbst ob er tatsächlich weiß, was er sagen würde, wenn er etwas sagte, bleibt dem Publikum verborgen. Also ein herrlich inhaltsleerer Satz, der Sie aber nicht sprachlos dastehen lässt und gleichzeitig eine Unangreifbarkeit dokumentiert.

 

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September 26.
Stiften Sie Verwirrung!
von Gero Teufert | Kommunikation, Schlagfertigkeit, Tipps und Tricks | Freitag, 26. September 2014 | Keine Kommentare »

Wer glaubt, alles zu verstehen, was um uns herum passiert, ist hoffnungslos verwirrt.

Walter Mondale

 

Reziprok, das ist der Kehrwert einer Zahl, also 1/x. Es muss ungefähr in der achten Klasse gewesen sein, als ich mir diesen Terminus merken konnte. Was für ein tolles Wort! Ich brannte darauf, es einzusetzen. Dann in einer der nächsten Mathestunden brachte unser Lehrer eine komplexe Formel an die Tafel und fragte, was denn die Lösung wäre.

Ich meldete mich und rief wie aus der Pistole geschossen: »Das ist der reziproke Wert von X.« Dem staunend anerkennenden Nicken meines Lehrers standen dreißig Fragende Blicke meiner Mitschüler und ein offen in den Saal gerufenes »Hä???« gegenüber.  Die Antwort war zweifellos richtig, aber außer meinem Lehrer und mir konnte keiner etwas damit anfangen. Schlimmer noch: Nach dieser Mathestunde wurde ich von bestimmten Mitschülern andauernd mit dem Begriff »reziprok« aufgezogen. »Da kommt der reziproke Gero«, hieß es dann oder »sag es nochmal reziprok.« Offensichtlich hatten meine Mitschüler das Wort gelernt, der Spott blieb jedoch an mir haften. Was sollte ich tun? Das allgegenwärtige »Du bist ja nur neidisch!« war nur eine schwache Abwehr.

Ich ersann mir dann eine Methode, die erstaunlich gut half. Ich dachte, »Wenn man mir ohnehin eine abgehobene Sprache vorwirft, dann werde ich auch auf diese Weise kontern.« Ich hatte damals ein Buch, in dem eine Sammlung von Sprichwörtern in abgehobene, pseudo-akademische Sprache übersetzt worden war. Davon lernte ich drei auswendig (das ist mit 14 Jahren sehr harte Arbeit) und benutzte sie um zu parieren. Bei nächsten Spruch

»Sag’s mal reziprok.«

Antwortete ich: »Insassen von transparenten Domizilen sollen mit fester Materie keine transzendenten Bewegungen durchführen.«

»???«

Die Antwort ist die Übersetzung des Sprichwortes »Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.«, nur habe ich das damals nicht verraten. Am besten funktionierte die Technik, wenn ich nach der Antwort ganz selbstverständlich mit jemand anderem normal weiterredete. Hin und wieder fragte mal jemand »Was soll das denn heißen?« und ich antwortete »Na, das findest Du doch bestimmt selbst raus.«

Die Sprüche zum Thema »reziprok« verstummten bald.

 

Diese Technik funktioniert auch bei Spitzen und Frotzeleien unter Erwachsenen. Wer sagt denn eigentlich, dass Sie sich immer einen zum Angriff passenden Spruch einfallen lassen müssen? Der Angreifer hat sich ja meist auch keine große Mühe gegeben, um seinen Angriff zu platzieren. Kleine Spitzen sind meist darauf ausgerichtet, uns herauszufordern oder aus der Fassung zu bringen. Seien Sie schlauer und sorgen Sie Ihrerseits für Verwirrung beim Angreifer. Wichtig: Erklären Sie nicht die Bedeutung Ihres Spruches, Sie reduzieren dadurch die Wirkung Ihres Konters.

Stiften Sie Verwirrung mit Pseudo-Akademiker-Aussagen. Diese müssen nicht zum Angriff passen sondern sollen nur den Angreifer eine Weile beschäftigen und vom eigentlichen Angriff ablenken. Sprechen Sie nach dem Akademiker-Spruch an normal weiter über andere Dinge, möglichst mit einem anderen Gesprächspartner.

Fragt jemand:

  • »Was bedeutet das?«

Dann sagen Sie:

  • »Intelligent wie Du bist, findest Du das doch selbst heraus.«

und reden direkt weiter von einem anderen Thema.

 

Akademisch verstelzt formulierte Übersetzungen von Sprichwörtern finden Sie Internet. Nutzen Sie diese als Konterstrategie um Ihren Gegenüber zu verwirren und abzulenken.

 

Diese Sprüche können Sie für diese Technik verwenden:

 

  • Mentale Imagination besitzt die Abilität durch Kontinentaldrift kausierte Gesteinsformationen in ihrer lokalen Position zu transferieren. (Der Glaube kann Berge versetzen)

 

  • Schallwellen werden von dichtstehenden Bäumen reflektiert. (Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus)

 

  • Die Auslotung gradientenfreier Gewässer bereitet messtechnisch gesehen Schwierigkeiten. (Stille Wasser sind tief)

 

  • Mentale Imagination besitzt die Abilität durch Kontinentaldrift kausierte Gesteinsformationen in ihrer lokalen Position zu transferieren. (Der Glaube kann Berge versetzen)

 

  • Die Struktur einer ambivalenten Beziehung beeinträchtigt das visuelle und kognitive Wahrnehmungsvermögen extrem. (Liebe macht blind)

 

  • Populanten von transparenten Domizilen sollen mit fester Materie keine transzendenten Bewegungen durchführen. (Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.)

 

  • Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur spirituellen Kapazität des Produzenten. (Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln.)

 

  • Der persönliche Besitz eines Gerätes zur thermischen Überführung von Nahrungsmitteln in andere Aggregatzustände ist gelben, glänzenden Edelmetallen gleichzusetzen. (Eigener Herd ist Goldes wert.)

Unter der Quelle: www.chauvi.de/sprueche/dummdeutsch.html finden Sie noch weitere Sprüche dieser Art.

 

Diese Technik hilft Ihnen bei Spitzen und Frotzeleien, die Ihnen im privaten Bereich oder als Zurufe auf dem Flur begegnen. Für berufliche Auseinandersetzungen oder Verhandlungen ist Sie nicht unbedingt geeignet.

 

Foto: Bernd Kasper / pixelio.de

Bereiten Sie sich akademisch vor und kontern sie mit der “Verwirrungs-Methode”. Foto: Bernd Kasper / pixelio.de

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September 24.
Ablenkungsfrage
von Gero Teufert | Schlagfertigkeit, Tipps und Tricks | Mittwoch, 24. September 2014 | Keine Kommentare »

Mit einer Ablenkungsfrage verändern Sie den Fokus des Gesprächs. Statt eine Antwort zu geben, stellen Sie Ihrem Gegenüber einfach eine Frage. Es verlangt gar nicht viel Fantasie, um zu einer cleveren Frage zu kommen. Fragen Sie etwas zu den Aufgaben, mit denen Sie und Ihr Gesprächspartner beschäftigt ist, fragen Sie nach seinen Kindern seinem letzten oder geplanten Urlaub, fragen Sie nach seinem Projekt. Fragen Sie einfach, was Sie am Gegenüber interessiert.

»Na, mal wieder durchgefeiert, letzte Nacht?«
»Peter, wann bekommen wir eigentlich die Lieferung von der Pleite und Geier AG?«

In der Regel wird der Angreifer auf die Frage eingehen und seinen ursprünglichen Gedanken vergessen. Sie steuern das Gespräch in eine andere Richtung, die vom ursprünglichen Vorwurf wegführt.

Noch geschickter ist es, zuerst eine kurze Replik auf die Frage oder den Vorwurf zu geben und dann die Ablenkungsfrage anzuschließen:

»Na, mal wieder durchgefeiert, letzte Nacht?«
»Sehr gut beobachtet, Peter. Wann bekommen wir eigentlich die Lieferung von der Pleite & Geier AG?«

 

Stellen Sie eine Ablenkungsfrage. Diese verfolgt nur das Ziel die Aufmerksamkeit vom angesprochenen Thema abzuziehen und au eine neues Thema zu lenken. Fragen nach Themen, die Ihren Gesprächspartner besonders interessieren haben dabei eine hohe Erfolgsquote.

Bei besonders angriffslustigen Gesprächspartnern können Sie sich vorbereiten und im Vorwege eine Ablenkungsfrage zurecht legen.

Überlegen Sie sich dazu folgende Fragen:

  • Was weiß ich über meinen Gesprächspartner?
  • Was genau beschäftigt ihn beruflich, was privat?
  • Welche Anknüpfungspunkte gibt es?

 

Aus diesen Erkenntnissen können Sie sich dann eine Ablenkungsfrage zurechtlegen, z. B.

  • »Übrigens: Frau Schäfer hat mir erzählt, dass Sie Kaninchen züchten. Ich selbst hatte mal einen Hasen als Haustier. Wie groß ist Ihre Zucht?«

Sie können die Ablenkungsfrage auch mit einem Kompliment oder einer aktuellen Beobachtung verknüpfen:

  • »Na, mal wieder durchgefeiert, letzte Nacht?« – »Sehr gut beobachtet, Peter. Übrigens: Ich habe gesehen, dass Du ein neues Handy hast. Ich möchte mir auch demnächst ein neues zulegen. Was kann Deins denn alles?«

 

Was macht Ihre Kaninchen-Zucht denn so? Foto: Tanja Ritter / pixelio.de

Anschauliche Ablenkungsfrage: Was macht Ihre Kaninchen-Zucht denn so? Foto: Tanja Ritter / pixelio.de

 

Fragen gegen Störenfriede

Es gibt manchmal Menschen, die lassen in einer Fragerunde einfach nicht nach. Auf jede beantwortete Frage kommt noch eine weitere, danach noch eine weitere und am Ende gibt sich der Fragende immer noch unbefriedigt mit den Antworten.

Für derart hartnäckige Störer können Sie auch eine härtere Gangart anschlagen und das Verhalten des Störers direkt hinterfragen:

  • »Wie fühlen Sie sich, wenn Sie mich in aller Unsachlichkeit öffentlich angreifen?«
  • »Warum versuchen Sie permanent meinen Vortrag zu stören?«
  • »Zu dieser Frage gebe ich keinen Kommentar. Warum versuchen Sie mich zu provozieren?«

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September 22.
Definitionsfrage
von Gero Teufert | Kommunikation, Schlagfertigkeit, Tipps und Tricks | Montag, 22. September 2014 | Keine Kommentare »

Die Definitionsfrage ist eine andere Variante der Gegenfrage. Sie fragen den Störer nach einer Definition oder genaueren Erklärung. Diese Technik verschafft Ihnen einen Zeitvorteil und bringt Ihr Gegenüber mit großer Wahrscheinlichkeit in Bedrängnis, denn häufig sind wir uns nicht über die genaue Bedeutung der Begriffe bewusst, die wir verwenden.

Ein paar Beispiele:

»Sie verstehen nichts von Team-Motivation«

»Wie genau definieren Sie denn Motivation?«

 

»Sie sind zu nachgiebig.«

»Was genau verstehen Sie unter ›nachgiebig‹?

Durch Ihre Frage nach einer Definition geben Sie dem Gesprächspartner einen Arbeitsauftrag, den er in den meisten Fällen erfüllen wird. Allerdings ist das gar nicht so leicht. Denn über die Definition der Worte »Motivation« oder »nachgiebig« aus unseren beiden Beispielen, hat sich Ihr Kommunikationspartner in den seltensten Fällen Gedanken gemacht. Er begibt sich zunächst einmal selbst auf die Suche und ist dadurch auch geistig beschäftigt.

Stellen Sie die Frage nach einer Definition oder Bedeutung eines Wortes. Stellen Sie sich dafür ruhig dümmer als Sie sind. Sie möchten ja gerade, dass der Angreifer sich auf die Suche nach der korrekten Antwort begibt.

Ziel dieser Technik ist nicht, vom Gegenüber eine exakte Definition für einen Kritikpunkt zu bekommen, sondern ihn zu beschäftigen. Während Ihr Gesprächspartner nach einer Erklärung für seinen Begriff sucht, können Sie sich auf den nächsten Schritt konzentrieren oder Ihre eigene Antwort vorbereiten. Sie gewinnen also einerseits Zeit für den passenden Konter und im Idealfall bekommen Sie auch noch weitere Informationen bezüglich des Vorwurfes.

 

Was genau verstehen Sie unter "Motivation"? Foto: lichtkunst.73 / pixelio.de

Was genau verstehen Sie unter “Motivation”? Foto: lichtkunst.73 / pixelio.de

 

Die Standard-Konstruktion für Definitionsfragen

Die Standard-Anfänge für Definitionsfragen sehen folgendermaßen aus:

  • »Was genau verstehen Sie unter …?«
  • »Wie genau definieren Sie …?«

 

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