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Mai 29.
Noch mehr Beispiele…
von Gero Teufert | Kommunikation, Schlagfertigkeit, Sprüche | Freitag, 29. Mai 2015 | Keine Kommentare »

Denken Sie auch daran, dass Sie bei Geschenken nicht immer den gleichen Geschmack haben müssen wie der Schenkende. Manchmal bleiben auch Positionen unvereinbar. Auch das können Sie mit einem Konter zum Ausdruck bringen.

»Das ist ja alles nur noch ein Chaos hier.«
»Wir bleiben Freunde, auch wenn ich anderer Meinung bin.«

Oder Sie Formulieren es etwas deutlicher:
»Das ist ja alles nur noch ein Chaos hier.«
»Vielen Dank für Ihre Meinungsäußerung, aber Sie irren sich. Wir haben alles im Griff.«

Vielleicht haben Sie aber den Wert des Geschenkes selbst noch nicht entdeckt, dann können Sie danach fragen:
»Das ist ja alles nur noch ein Chaos hier.«
»Ihre Äußerung sagt mir, dass Sie bestimmt einen Verbesserungsvorschlag haben. Welcher ist es denn?«

Oder noch kürzer:
»Das ist ja alles nur noch ein Chaos hier.«
»Was sollten wir denn ändern?«

Ist diese Vielfalt der Möglichkeiten nicht wunderbar? In allen Fällen müssen Sie nicht lang um eine Position oder eine Meinung kämpfen, wenn Sie die Äußerung als Geschenk betrachten. Das gilt natürlich noch weniger, wenn Sie ohnehin eine ähnliche Auffassung haben wie Ihr Gegenüber:
»Das ist ja alles nur noch ein Chaos hier.«
»Daran werden Sie sich gewöhnen müssen.«

Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die sich ergeben, wenn Sie einen Vorwurf als Geschenk betrachten. Sie müssen nicht mehr kämpfen, sondern können entspannt auf die Entdeckungsreise gehen.

Damit es Ihnen noch besser gelingt, habe ich noch eine Übung, mit der Sie diese innere Einstellung spielerisch verstärken können. Aber dazu später mehr.

 

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Nehmen Sie Vorwürfen einfach die Luft weg.
Karin Schmidt  / pixelio.de

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Gero Teufert, Rhetorik-Trainer

 

Mai 26.
Ein Beispiel, bitte…
von Gero Teufert | Kommunikation, Schlagfertigkeit, Sprüche | Dienstag, 26. Mai 2015 | Keine Kommentare »

Betrachten Sie von Ihrer inneren Einstellung her auch Vorwürfe und unliebsame Äußerungen als Geschenk. Sie können dann sehr viel lockerer damit umgehen und werden damit auch spontan leichter eine angemessene Antwort finden.

Nehmen wir mal an, in einer Diskussion äußert Ihr Gesprächspartner eruptiv:
»Das ist ja alles nur noch ein Chaos hier.«

In unserer ersten Reaktion würden wir auf Widerstand gehen, insbesondere dann, wenn wir selbst mit dem, was der andere als Chaos bezeichnet, in Verbindung stehen. Sie ändern aber Ihre Einstellung und sehen die Bemerkung erst einmal als Geschenk. Eine Technik die Improvisationstheater-Schauspieler nutzen, ist die »Ja, und…«-Technik. Dafür beginnen Sie Ihre Antwort mit »Ja, und…« und führen dann auf dieser Basis weiter aus.

»Das ist ja alles nur noch ein Chaos hier.«
»Ja, und viele unserer Mitarbeiter finden Abends noch nicht einmal mehr die Ausgangstür, weil es so chaotisch ist.«

Mit dieser Technik haben Sie das Geschenk angenommen und weiter ausgeführt. Sie haben diese Methode schon als »Überakzeptieren« hier kennen gelernt.
Eine weitere Möglichkeit ist, sich den Universalkonter »Da passen wir ja gut zusammen!« als eine Art Mantra innerlich aufzusagen. Sie begeben sich dann innerlich auf die Suche, welche Gemeinsamkeiten Sie in der Äußerung entdecken können.

»Das ist ja alles nur noch ein Chaos hier.«
»Ja, da passen wir gut zusammen, denn auch ich würde mir gern etwas mehr Klarheit wünschen. Welchen Vorschlag haben Sie denn, um das zu erreichen?«

Hier haben Sie die Aggression umgemünzt und ein gemeinsames Bedürfnis entdecken können.
Manchmal können Sie über so ein inneres Mantra sich auch noch andere Antwortmöglichkeiten erschließen. Der Spruch »Da passen wir ja gut zusammen«, lässt mir sofort den Gedanken in den Sinn kommen: »Dann passen Sie ja gut zum Chaos.« und Sie können wie folgt kontern:

»Das ist ja alles nur noch ein Chaos hier.«
»Dann passen Sie ja gut hier rein.«

Das ist mit Sicherheit etwas konfrontativer, sorgt aber auf der anderen Seite auch für einen Lacher. Idealerweise sogar bei Ihrem Gegenüber.

 

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Boxen Sie sich elegant aus Vorwürfen heraus.
Rainer Sturm  / pixelio.de

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Gero Teufert, Rhetorik-Trainer

 

Mai 20.
Eigenschaften von Geschenken
von Gero Teufert | Allgemeines, Kommunikation, Standards | Mittwoch, 20. Mai 2015 | Keine Kommentare »

Geschenke sind häufig überraschend.
Genauso ist es mit Vorwürfen und unliebsamen Äußerungen Ihrer Mitmenschen. Sie können Sie nicht steuern. Wenn Sie die Äußerung allerdings als Geschenk betrachten, können Sie wesentlich lockerer damit umgehen.

Über Geschenke können wir uns freuen.
Hier werden Sie wahrscheinlich etwas die Stirn runzeln, wenn Sie es auf Vorwürfe übertragen wollen. Tatsächlich ist allerdings auch in jedem Vorwurf die Chance verborgen, etwas Neues zu entdecken oder neue Potenziale zu erkennen. Am Ende ist es nur eine Frage Ihrer inneren Einstellung: Gehen Sie auf Widerstand oder sind Sie zumindest offen, um den Wert zu entdecken.

Als Beschenkter liegt es nicht in Ihrer Hand, welches Geschenk Sie bekommen.
Das stimmt in jedem Fall auch bei unliebsamen Äußerungen. Was Ihre Mitmenschen Ihnen vorwerfen, können Sie nur gering beeinflussen.

Manchmal erkennen wir den Wert nicht sofort, insbesondere wenn wir das Geschenk noch nicht ausgepackt haben.
Dies ist ein Schlüsselfaktor für den Umgang mit Vorwürfen. Wenn Sie von vornherein unterstellen, dass auch in den Vorwürfen Ihrer Gesprächspartner ein Wert liegt, dann ist nicht Ihre Aufgabe, sich selbst zu verteidigen, sondern den Wert und die Möglichkeiten der Aussage zu entdecken. Das Potenzial liegt darin, dass Sie den verborgenen Wunsch Ihres Gesprächspartners enthüllen oder durch Nachfrage einer Lösung näher kommen oder eine unverrückbare Position des anderen klar erkennen. Es lohnt sich nicht, das Geschenk abzulehnen, bevor Sie es ausgepackt haben.

Gegen Geschenke werden Sie niemals kämpfen.
Entstressen Sie sich! Sie müssen tatsächlich viel weniger kämpfen als Sie denken. Wenn Sie den Vorwurf als Geschenk betrachten, müssen Sie nur noch die darin verborgenen Möglichkeiten entdecken. Sehen Sie es mehr als kleine Forschungsreise denn als Auseinandersetzung.

 

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Springen Sie vor Freude über alle Geschenke.
P. Storz  / pixelio.de

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Gero Teufert, Rhetorik-Trainer

 

Mai 15.

Offenheit und Flexibilität in der Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung für spontane Kreativität. Bei Vorwürfen, bei denen wir uns angegriffen fühlen, treten meist hinderliche Phänomene auf. Das schlimmste dabei ist der Stress, den wir empfinden. Unter Stress lässt sich nunmal nicht mehr so frei argumentieren wie im entspannten Zustand. Meine Trainer-Kollegin Sabine Asgodom bringt es mit den folgenden Worten auf den Punkt: »Stress macht blöd!«.

Was ändert sich, wenn Sie Vorwürfe als Geschenk betrachten? Zunächst einmal müssen Sie nicht mehr darum kämpfen. Das nimmt Ihnen eine Menge Stress ab. Denken Sie daran, dass Sie bei Geschenken es nicht selbst in der Hand haben, was Sie geschenkt bekommen. Wie bei unseren Schauspielern ist es nur eine Frage der inneren Einstellung, also Ihrer Bewertung, welche die Sichtweise ändert. Wenn der Schauspieler die Idee des anderen nicht mehr als Störfaktor ansieht, dann kann er das Potenzial nutzen und daraus deutlich mehr entwickeln, als wenn er darum kämpft. Genauso ist es mit Äußerungen Ihrer Gesprächspartner.

Betrachten Sie einmal folgende Eigenschaften von Geschenken:

  • Geschenke sind häufig überraschend.
  • Über Geschenke können wir uns freuen.
  • Als Beschenkter liegt es nicht in Ihrer Hand, welches Geschenk Sie bekommen.
  • Manchmal erkennen wir den Wert nicht sofort, insbesondere wenn wir das Geschenk noch nicht ausgepackt haben.
  • Gegen Geschenke werden Sie niemals kämpfen.

Betrachten wir die einzelnen Aussagen in Kürze etwas näher.

 

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Überraschungseier verkörpern alle Eigenschaften von Geschenken!
Uwe Wagschal  / pixelio.de

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Mai 11.

Sie erinnern sich an die Szene mit dem runden Gegenstand in der Hand von Spieler 1? So könnte sie unter Berücksichtigung des Handlungsprinzip des Improvisationstheaters ablaufen.

»Hallo, Peter. Super, Du hast Deine Glaskugel dabei und kannst uns einen Blick in die Zukunft geben.«

Mit dieser Aussage ist der Gegenstand als Glaskugel definiert. Ein wunderbares Geschenk für den Spieler 1, denn jetzt wissen wir worum es geht. Wenn Spieler 1 dieses Geschenk aufgreift, dann ist er bereit seine eigene Idee (Fussball) loszulassen und die neue Idee aufzugreifen. Er könnte zum Beispiel so reagieren:

»Ja, genau und ich sehe, dass Du in wenigen Minuten in ein unglaubliches Abenteuer verwickelt wirst.«

Welch großes Angebot ist entstanden, dadurch, dass Spieler 1 die Definition von Spieler 2 angenommen hat. Das Prinzip »Nimm das Angebot als Geschenk.« hat ein enormes Potenzial freigesetzt. Es geht darum, den Vorschlag eines Mitspielers aufzugreifen und weiter zu entwickeln, damit eine gute Szene entstehen kann, und dabei das große Ganze im Auge zu behalten. Das ist gleichzeitig sehr entspannend und löst viele Blockaden auf. Wenn jeder gleichzeitig seine eigene Idee voranbringen will, ist kein Zusammenspiel, keine Entwicklung möglich.

Das Prinzip »Nimm jedes Angebot als Geschenk« ist am Anfang gar nicht so leicht umzusetzen, denn wir Menschen neigen dazu, das Neue, Andere zunächst abzulehnen. In der Kommunikation zeigt sich dieses Verhalten häufig dadurch, dass ungewöhnliche Ideen abgelehnt oder mit den sogenannten Killerphrasen kommentiert werden. Dann hören Sie Aussagen wie „Das haben wir noch nie so gemacht.“, „Das kannst Du stecken lassen, das funktioniert eh nicht.“ Für das Improvisationstheater wäre das tödlich, weil es den gesamten Prozess im Keim erstickt.

»Schön und gut, aber in meinem Leben spiele ich kein Improvisationstheater.«, höre ich Sie sagen, »und mir geht es auch nicht um einen Ball oder eine Glaskugel auf der Bühne, ich möchte auf Vorwürfe clever reagieren.« Ja, genau, Sie haben Recht. Und ich möchte Sie einladen auch dieses Prinzip als ein Geschenk mit in Ihren Werkzeugkasten der Schlagfertigkeitstechniken mit aufzunehmen. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, was sich dadurch verändern könnte.

 

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Sie nehmen Sie das Geschenk an, nicht wahr?
Tim Reckmann  / pixelio.de

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