Schlagfertigkeit Blog - Schlagfertigkeit, Rhetorik und Kommunikation
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August 22.

Die Mehrheit der Teilnehmer einer Besprechungsrunde möchte schnell und sachlich die Ziele der Versammlung erreichen. Diese Tatsache können Sie sich als Mittel gegen Störer zu Nutze machen.

  • Nehmen Sie in Sitzungen oder Besprechungen mal die Adler-Perspektive ein. Schauen Sie von oben auf die Sitzung und adressieren Sie vor allen, wie dort aus Ihrer Sicht miteinander geredet wird. Sprechen Sie dabei die Gesprächsatmosphäre an, ohne dass Sie sich mit der Unverschämtheit eines Zwischenrufers beschäftigen.

 

Sie erreichen das mit Formulierungen wie:

»Bevor wir hier unsachlich werden, lassen Sie uns doch mit dem Thema X weitermachen.«

»Bitte begeben Sie sich doch auf das Gesprächsniveau, das wir hier alle gewohnt sind.«

Das Zauberwort in diesen Sätzen ist das Wort »wir« oder »wir alle«. Durch seine Verwendung machen Sie sich zum Sprecher der gesamten Gruppe und isolieren den Zwischenrufer.

Diese Technik ist sehr raffiniert. Gedanklich werden Ihnen die Sitzungsteilnehmer zustimmen, denn alle wollen zielorientiert durch das Meeting gehen. Sie sind damit auf jeden Fall der Gewinner der Auseinandersetzung, und zwar ohne inhaltlich auf den Einwurf einzugehen.

 

So analysieren Sie den Gesprächsstil zu Ihrem Vorteil

Zusätzlich zu den oben genannten Formulierungen können Sie die folgenden für sich nutzen:

  • »Bitte halten Sie sich doch an den Ton, der zu unserer Unternehmenskultur gehört.«
  • »Wir alle haben Ihre Entgleisung zur Kenntnis genommen.«
  • »Ihre Bemerkung hilft uns hier in keiner Weise weiter.«
Wechseln Sie die Perspektive. Foto: Armin Bothur / pixelio.de

Wechseln Sie die Perspektive. Foto: Armin Bothur / pixelio.de

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August 22.
Kann ich mal mit Ihnen reden?
von Gero Teufert | Kommunikation, Tipps und Tricks | Freitag, 22. August 2014 | Keine Kommentare »

Wenn jemand Sie hart angreift, Sie während Ihrer Rede unterbricht oder versucht bloßzustellen, dann sollten Sie den Mut haben, ihn auf sein Verhalten anzusprechen. Selbst wenn Sie während des Meetings nichts zu entgegnen wissen, gehen Sie anschließend auf den Störer zu und sagen Sie:

»Herr Störer, haben Sie mal zwei Minuten Zeit, ich möchte gern mal unter vier Augen mit Ihnen reden.« 

Einem Widersacher so zu begegnen, kostet Mut, aber es zahlt sich aus. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich der Störer darauf einlassen. In diesem Moment haben Sie bereits die Führung übernommen und können den Verlauf der Aussprache bestimmen.

  • Sprechen Sie den Störer an und bitten Sie ihn um ein Vier-Augen-Gespräch.

Am besten ziehen Sie sich in einen Raum zurück, in dem Sie wirklich allein sind. Denn oft geht es dem Störer bei seinen Einwürfen um das Ansehen in der Gruppe oder seinen Status. Im Vier-Augen Gespräch wird der Störer häufig selbst das Wort ergreifen und sagen, dass er sich wohl etwas im Ton vergriffen habe. Tut er das nicht, dann sprechen Sie von Ihren Gefühlen.

  • Machen Sie dem Störer keinen Vorwurf. Reden Sie von sich und Ihren Empfindungen.

 

Sagen Sie:

»Herr Störer, ich empfand Ihre Art Äußerungen während meiner Präsentation unangebracht. Ich fühlte mich verletzt.«

In der Regel wird sich Ihr Gesprächspartner entschuldigen. Tut er es nicht, können Sie weiter nachfragen, welchen Vorschlag er denn habe, um die Kommunikation zukünftig besser zu gestalten. In jedem Fall erhalten Sie so wichtige Hinweise und führen ein konstruktives Gespräch.

Damit sind Sie aktiv, bestimmen die Regeln des Spiels und verschaffen sich eine höhere Souveränität. Sie erreichen mit diesem Ansatz langfristig eine bessere Ausgangslage für ähnliche Kommunikationsfälle.

 

Machen Sie sich verletzlich und geben Sie Empfindungen offen zu. Foto: D. Braun / pixelio.de

Machen Sie sich verletzlich und geben Sie Empfindungen offen zu. Foto: D. Braun / pixelio.de

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August 20.

Wenn jemand in einer Fragerunde pauschale Behauptungen aufstellt, gibt es eine sehr souveräne Art, denjenigen ins Leere laufen zu lassen.

Bei einer Präsentation habe ich als Berater einmal ein Vorgehen vorgestellt, mit dem bei unserem Kunden Qualitätsverbesserung in den Arbeitsabläufen vorgenommen werden sollten. Ich wusste, dass es einen Mitarbeiter unter den Zuhörern gab, der das Vorhaben kategorisch ablehnte. Nach der Präsentation meldete er sich zu Wort.

Er: Dann müssen wir ja ewig irgendwelche Zettel ausfüllen.

Ich: Aha, Sie finden also, Sie müssten Zettel ausfüllen. Und weiter?

Er: Ja, das kostet unheimlich viel Zeit.

Ich: Das stimmt. Und weiter?

Er: Das habe ich mal so bei einem anderen Projekt erlebt.

Ich: Aha. Und weiter?

Er: Wir mussten da dauernd Papiere bearbeiten.

Ich: Aha. Und weiter?

Er: Ich wollte ja nur sicher stellen, dass es nicht nochmal so kommt.

Ich: Das kann ich Ihnen versichern.

Meinen Blick habe ich danach nur noch anderen Gesprächsteilnehmern zugewandt.

 

Foto: Tony Hegewald / pixelio.de

Foto: Tony Hegewald / pixelio.de

Es kostet ein wenig Überwindung, die eigene Idee nicht sofort zu rechtfertigen, wie wir es meistens tun. Aber Sie werden stark belohnt, wenn Sie dadurch den Zwischenrufer mundtot bekommen.

Sehr häufig reagieren wir zu schnell auf den Einwand. Fragen Sie stattdessen »Und weiter?« und lassen Sie Ihren Gesprächspartner dadurch nach und nach alle Pfeile aus dem Köcher ziehen. Das »Und weiter?«-Spiel können Sie fast ewig fortsetzen. Wenn sein Vorrat aufgebraucht ist, brauchen Sie nur noch das letzte Argument zu entwerten.

Häufig mildert der Angreifer irgendwann selbst seine Aussagen ab. Einleitungen wie »Ich wollte ja nur…«, »Ich meinte ja nur, dass …« zeigen nicht nur Ihnen, dass er seinen Argumentationsvorrat verbraucht hat, sondern auch die übrigen Zuhörer bemerken, wie wenig fundiert der Einwand war.

Benutzen Sie diesen Trick nur bei Pauschalvorwürfen. Bei berechtigten Sachfragen gehen Sie natürlich auf die Frage ein.

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August 18.
Der Doppelschlag zur Richtigstellung
von Gero Teufert | Kommunikation, Rhetorik | Montag, 18. August 2014 | Keine Kommentare »

Anders verhält es sich allerdings, wenn Ihnen jemand Unwahrheiten unterstellt, Sie beleidigt oder sich extrem negativ äußert. In diesen Fällen dürfen Sie den Vorwurf nicht unwidersprochen im Raum stehen lassen. Das gilt insbesondere für Gesprächssituationen vor Publikum.

  • Weisen Sie Unwahrheiten, Beleidigungen und extrem negative Äußerungen entschieden zurück.
  • Erfolgreich umgesetzt hat das Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder in einem Kreuzfeuer-Interview, bei dem er von zwei Journalisten in die Mangel genommen wurde.

Journalist: Die Schwierigkeiten zwischen Ihnen und Ihrer Partei fangen doch erst an.

Schröder: Das mag Ihre Wahrheit sein, das ist aber nicht die Wahrheit. Die Schwierigkeiten, die Sie sehen, existieren nicht!

 

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de Schröder

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de Schröder

 

Das Grundprinzip dieser Vorgehensweise ist einfach und sehr wirksam. Die Methode setzt sich aus zwei Gegenschlägen zusammen. Mit dem ersten Schlag entwerten Sie die Aussage des Gegenübers. Im Beispiel Schröders: Das ist nicht die Wahrheit. Mit dem zweiten behaupten Sie das Gegenteil der negativen Aussage. Im Beispiel: Die Schwierigkeiten existieren nicht. Geben Sie dann keine Erklärungen mehr. Damit fungiert Ihre Aussage als Statement, das keiner weiteren Erklärung bedarf.

Abbildung: Die Schritte der Doppelschlag-Verteidigung

Abbildung: Die Schritte der Doppelschlag-Verteidigung

Noch einige Beispiele:

  • »Sie arbeiten zu langsam.«
  • »Sie irren sich. Ich arbeite sorgfältig und qualitätsorientiert.«

 

  • »Sie sind inkompetent.«
  • »Das ist Ihre Meinung. Die Wahrheit ist: Ich kenne mich sehr gut aus.«

Das ist eine geniale Technik. Sie wehren den Angriff ab und kehren den Vorwurf einfach um. Halten Sie Ihre Antwort extrem kurz. Sie weisen dem Angreifer damit klare Grenzen auf und geben Ihre eigene Sicht der Dinge.

 

Techniken zur Doppelschlag-Verteidigung

  •  Nehmen Sie für die Entwertung der Aussage eine der folgenden Sätze:
  • »Da liegen Sie falsch.«
  • »Das ist eine haltlose Unterstellung.«
  • »Sie irren sich.«
  • »Da sind Sie auf dem Holzweg.«
  • »Sie sind offensichtlich falsch informiert.«
  • »Sie haben ein Problem mit der Wahrnehmung.«

Für die Richtigstellung behaupten Sie einfach das Gegenteil. Geben Sie dann keine weitere Erklärung.

 

 

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August 15.

Querschläger und Killerphrasen können ein großes Problem darstellen. Sie sind pauschalisierend, abweisend oder abwertend. Häufig dienen Sie dazu, Ihre Kompetenz in Frage zu stellen oder Sie zu verunsichern. Grund genug also, ein paar Abwehrstrategien zu kennen.

 

Reagieren Sie nicht auf jeden Einwurf

Herr Schuster hält vor der Versammlung der Abteilungsleiter eine Präsentation. Er führt eine ganze Reihe beeindruckender  Erfolge seiner Abteilung auf. Am Ende geht er auch auf einige kritische Vorkommnisse und deren Auswirkungen ein. Herr Dorfner schnauft verächtlich: »Na, das haben wir früher aber besser gemacht.« Her Schuster geht auf den Vorwurf gar nicht ein und fasst souverän noch einmal die wichtigsten Erfolge zusammen und schließt seinen Vortrag ab.

Vor Zwischenrufern bei Vorträgen oder Präsentationen haben die meisten Redner sehr viel Angst. Oftmals ist das unnötig. Sie haben das Publikum auf Ihrer Seite. In der Wahrnehmung der Zuhörer genießen Sie einen Expertenstatus. In diesem Moment möchte man von Ihnen hören, was Sie dem Publikum mitzuteilen haben.

Der Störer wird daher auch von den anderen Zuhörern zunächst einmal als unpassende Unterbrechung wahrgenommen. Sie haben das Publikum auf Ihrer Seite, ob Sie auf den Störer reagieren oder nicht.

Daher brauchen Sie auf die meisten Störungen gar nicht einzugehen. Sie fahren einfach mit Ihren Ausführungen fort und richten Ihren Blick in eine andere Richtung. Sie geben der Störung somit keine Energie. Das gilt übrigens nicht nur für Zwischenrufer, sondern auch für unbeabsichtigte Störungen wie Handy-Klingeln, Zu-Spät-Kommer und ähnliches.

  • Geben Sie der Störung keine Energie. Die meisten Einwürfe können Sie einfach ignorieren. Die Mehrzahl der Zuhörer wird Ihnen dankbar sein.
Gehen Sie nicht auf jede Störung ein. Foto: Stefan Bayer / pixelio.de

Gehen Sie nicht auf jede Störung ein. Foto: Stefan Bayer / pixelio.de

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