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März 27.

Lassen Sie den Geist der Improvisationsfähigkeit auch in Ihr Leben. Jeder von uns hat die Fähigkeit, spontan zu sein.

Selbst, wenn Sie jetzt noch denken, dass diese bei Ihnen nicht so sehr ausgeprägt sei, haben Sie bestimmt schonmal spontan entschieden, ins Freibad zu gehen oder einen Waldspaziergang zu machen, weil das Wetter Sie dazu eingeladen hat. Wenn es um Spaß und positive Dinge geht, fällt es den meisten Menschen sehr viel leichter spontane Entscheidungen zuzulassen. Bei Widrigkeiten des Lebens, die eine spontane Änderung unserer Pläne erfordern, sind die meisten Menschen nicht mehr so begeistert. Aber auch in diesen Fällen hilft Ihnen die Fähigkeit zu improvisieren, um das Beste aus der veränderten Situation herauszuholen. Sie sehen, es gibt viele Anwendungsfälle, in denen Sie vom spontanen Handeln profitieren können.

Spontaneität und Kreativität benötigen Sie zum Beispiel

  • Wenn andere »dummes Zeug« über Sie erzählen und Sie darauf humorvoll und locker reagieren wollen
  • Wenn die Dinge mal nicht nach Plan laufen
  • Wenn andere unerwartet Ihre Hilfe benötigen
  • Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern
  • Wenn Sie die Initiative ergreifen oder behalten wollen
  • Wenn Sie schnell reagieren müssen
  • Wenn Ihr Gegenüber anders reagiert als erwartet
  • Wenn Sie gekonnt kommunizieren müssen
  • Wenn Sie locker bleiben wollen, obwohl Sie leichten Stress empfinden
  • Wenn Sie schnell kreative Ideen entwickeln müssen
  • Wenn Sie eine Lösung finden wollen
  • Wenn Sie erfinderisch tätig sein müssen
  • Wenn Sie über sich hinaus gehen wollen
  • Wenn Sie witzig und geistesgewärtig wirken wollen
  • Wenn Sie einfach im Hier und Jetzt Spaß haben wollen

Spontaner Humor auf der Kieler Woche
Norddeutsche gelten im landesweiten Vergleich eher als ruhig und tendenziell mundfaul. (Als gebürtiger Kieler, der heute im Rhein-Main-Gebiet wohnt, erlaube ich mir dieses Urteil.) Trotzdem trifft man im Norden häufig auf eine liebenswert trockene Art die Dinge humorvoll lakonisch zu kommentieren, wie dieses Beispiel zeigt:
Ich befinde mich auf einem Konzert während der Kieler Woche:
Die meisten Besucher haben ihre Plätze eingenommen. Noch ist auf der Bühne nichts zu sehen. Bevor gleich das Konzert beginnt, gehe ich noch einmal raus, um ein Getränk zu kaufen. Im Vorbeigehen sage ich dem Security-Menschen scherzhaft mit gespieltem Desinteresse: “Ist zu langweilig, ich gehe wieder.” Er zückt seine Geldbörse und kontert trocken: “Geld zurück?”

So lieb ich meine Norddeutschen, wortkarg und trotzdem hintergründig. Es war dann übrigens noch ein tolles Konzert, super Stimmung, Kiel ausgelassen – was will man mehr?

 

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Er ist bestimmt spontan und kreativ!
Dirk Schröder, Springe  / pixelio.de

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März 16.
Paradoxien
von Gero Teufert | Allgemeines, Kommunikation, Sprüche | Montag, 16. März 2015 | Keine Kommentare »

Bei Paradoxien handelt es sich um Botschaften, die widersprüchlich sind und daher den Kommunikationspartner in eine Situation bringen, die für ihn unlösbar ist. Es kann aber durchaus auch Spaß machen, sich einmal mit paradoxen Formulierungen zu beschäftigen. Sie merken, dass die Logik auch an ihre Grenzen stößt.

Die Paradoxie der Aufforderung »Sei spontan!« habe ich beim letzten Mal schon erläutert. Hier ein paar weitere, paradoxe Aussagen:

  • Wenn ein Deutscher sagt »Alle Deutschen lügen immer.«, dann muss folglich diese Aussage auch eine Lüge sein. Ansonsten hätte aber mindestens ein Deutscher die Wahrheit gesagt. Daher ist dies ein Paradoxon. (Falls Sie selbst Deutscher sind, wissen Sie ja ohnehin, dass das nicht stimmen kann, oder?)
  • »Der Barbier von Sevilla rasiert alle Männer, außer denen, die sich selbst rasieren!« – Wer rasiert den Barbier selbst? Wenn er sich selbst rasiert, dann stimmt die Aussage nicht mehr. Also muss er sich vom Barbier von Sevilla rasieren lassen, der ja wiederum er selbst ist. Damit würde er sich selbst rasieren und die Aussage stimmt nicht mehr…
  • »Ist Gott so allmächtig, einen Stein zu erschaffen, den er selbst nicht heben kann?« – Wäre er es, dann müsste er auch die Macht besitzen, den Stein zu heben. Hat er diese nicht, ist er nicht allmächtig.

 

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Das ist paradox!
Wolfgang Dirscherl  / pixelio.de

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Gero Teufert, Rhetorik-Trainer

 

März 13.

Paul Watzlawik hat in seinem Buch »Anleitung zum Unglücklichsein« ausgeführt, dass es nicht möglich ist, die Aufforderung »Sei spontan!« zu befolgen. Denn würde man das tun, wäre die spontane Handlung geplant und damit eben nicht mehr spontan. Die Aufforderung ist also ein Paradoxon, wenn Sie sie erfüllen, handeln Sie auf Befehl und sind alles andere als spontan.

Spontan zu sein kann ich Ihnen also nicht befehlen. Auch kann ich nicht einfach einen Hebel für Sie umlegen, der Sie auf der Stelle spontaner werden lässt. Sie haben aber die Möglichkeit, sich selbst aus freien Stücken dafür zu entscheiden. Denn Spontaneität ist erstmal eine Lebenseinstellung. Damit es klappt, müssen Sie zunächst beschließen und zulassen, spontan zu sein. Es gibt noch ein paar weitere Stellschrauben, die Sie beeinflussen können, um mehr Spontaneität in Ihr Leben zu lassen.

Zunächst aber noch zu einem Punkt, der immer gern zu Irritationen führt: Haben Sie sich – ganz spontan – schon über die Schreibweise des Wortes »Spontaneität« gewundert? Für das »ei« in diesem Wort gibt es eine Erklärung. Während das Adjektiv spontan aus dem lateinischen Wort spontaneus = »freiwillig, frei« abgeleitet wurde, wurde das das Substantiv vom französischen Wort sponatnéité übernommen. Dies bedeutete im Deutschen zunächst »Selbstbestimmung, freie Willensäußerung«, später kam die Bedeutung »Bereitschaft zum freien, impulsiven, flexiblen Handeln, zur freien Improvisation« hinzu.
Allerdings ist inzwischen auch die Schreibweise »Spontanität« zulässig. Sie ist allerdings deutlich seltener im Gebrauch, daher halte ich mich an das Wort mit dem Ei.

Was Paradoxien sind erkläre ich Ihnen das nächste Mal.

 

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Soviel SpontanEItät!
BettinaF  / pixelio.de

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Gero Teufert, Rhetorik-Trainer

 

März 10.
Die hohe Kunst der Spontaneität
von Gero Teufert | Allgemeines, Kommunikation, Standards | Dienstag, 10. März 2015 | Keine Kommentare »
  • Warum es sich lohnt, spontan zu sein
  • Hindernisse verstehen und überwinden
  • Die wichtigsten Leitlinien für mehr Spontaneität
  • So trainieren Sie Ihre Kreativität

Mal ganz ehrlich: Sind Sie auch manchmal beeindruckt, wenn Menschen spontan pfiffig reagieren oder scheinbar mühelos die richtigen Argumente finden? Beeindruckt Sie die Virtuosität von Musikern, die zum Beispiel im Jazz vollkommen frei Melodien spielen und keinem festen Notenschema zu folgen scheinen? Wünschen Sie sich ein klein wenig mehr dieser Freiheiten für Ihr eigenes Leben? Dann sind Sie hier richtig.

Was haben Sie von mehr Spontaneität im Leben?
Die meisten Menschen sind beeindruckt von der Spontaneität von Moderatoren wie Stefan Raab, Daniel Hartwig oder Joko und Klaas. Spontaneität findet nicht nur den Ausdruck im Bereich der Show als humorvolle Moderation, viele Menschen beeindruckt auch die Geistesgegenwart und Argumentationsfähigkeit von manchen Politikern wie z. B. Gregor Gysi. Die Fähigkeit, spontan reagieren zu können, zeigt auch eine Lockerheit im Umgang mit der jeweiligen Situation. Wahre Souveränität und überzeugendes Auftreten stellen wir häufig fest, wenn wir merken, wie ein Mensch mit dem Unvorhergesehenen umgeht, kleinen Fehlern die passieren, wie zum Beispiel ein Beamer, der bei einer wichtigen Präsentation den Dienst versagt. Der Präsentator, der in dieser Situation auf die Haustechnik schimpft, wirkt deutlich weniger souverän als derjenige, der nonchalant über den Fehler hinweggeht und mit einem Scherz verbunden dem Publikum gegenüber zum Ausdruck bringt, dass die wichtigsten Inhalte auch ohne Bildwerfer die Zuhörer erreichen. Die Fähigkeit, spontan zu reagieren, ist also auch ein Ausdruck von Lockerheit und Gelassenheit im Umgang mit unvorhergesehenen Situationen, Fehlern und dem gesamten Leben.
Wenn Sie sich auch ein Quäntchen mehr von diesen Fähigkeiten wünschen, dann sind Sie in hier an der richtigen Stelle. Viele Menschen glauben, dass Spontaneität eine angeborene Gabe sei und ganz sicher gibt es Grundanlagen, die Menschen dazu befähigen, spontaner zu sein als andere. Es gibt allerdings auch Hinderungsgründe, die uns davon abhalten, auf unsere direkten Eingebungen zu vertrauen, und Fertigkeiten im Bereich der Assoziationsfähigkeit und der Kreativität, die Sie trainieren können. Für manche Menschen haben sich mit diesen Übungen sogar ganz neue Lebensphilosophien erschlossen. Mir würde es aber schon mal reichen, wenn Sie auch weiter neugierig bleiben und den Mut haben, die vorgestellten Übungen auszuprobieren. Sie können dabei nur gewinnen.

 

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Können damit spontan Etwas anfangen? Dann sind Sie kreativ!
birgitH  / pixelio.de

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Gero Teufert, Rhetorik-Trainer

 

März 2.

Mit der folgenden Technik wirken Sie sehr überzeugend, geistesgegenwärtig und witzig. Sie ist im eigentlichen Sinn ein Spiel mit Sätzen und dem Satzbau dessen, was Ihnen Ihr Gegenüber sagt.
Bevor es losgeht, ein Beispiel:

Als der amerikanische Präsident George Bush im Jahr 2005 nach Deutschland kam, waren die Verhältnisse der beiden Länder leicht gespannt. Er begegnete dem damaligen Außenminister Joschka Fischer, den er seit 2001 persönlich kannte, und es trug sich folgender Dialog zu:

Bush: »Hello, what’s your name?«
Fisher kontert: »My name is Mr. Fischer, what’s your name?«
Bush irritiert: »Bush. I’m Mr. Bush.«

Joschka Fischer kontert hier äußerst raffiniert auf die Geringschätzung von George Bush. Mit ein wenig Training ist diese Technik leicht zu beherrschen.

Aber vorher noch ein Beispiel:
Kollegin Silke war mit 22 Jahren als junge Unternehmensberaterin das erste Mal beim Kunden. Der Projektleiter des Kunden fragte:

»Sind Sie nicht zu unerfahren, um diese Aufgabe zu übernehmen?«
  Silke konterte: »Sind Sie nicht zu erfahren, um solche Fragen zu stellen?

(Die beiden verstanden sich anschließend übrigens prächtig.)

Die angewandte Technik ist die Technik der Imitation. Jeder Improvisationstheater-Schauspieler benutzt diese Technik als Standard, um schnell komische Figuren zu einer Szene zu improvisieren. Dabei werden Körperhaltung und Gestik eines anderen Spielers kopiert. Für die Schlagfertigkeit brauchen wir allerdings nicht so weit zu gehen. Es reicht völlig, den Redestil und Satzbau des Gegenübers einigermaßen nachzuahmen. Bei Fischer und Bush war es die Frage »What’s your name?«. Joschka Fischer hatte es leicht, schon die identische Wiederholung zeigte seinem Gegenüber, dass er die zur Schau gestellte Geringschätzung des amerikanischen Präsidenten nicht auf sich sitzen ließ.

Der Clou bei dieser Technik ist, dass Sie den Angreifer mit den eigenen Waffen schlagen. Sie können dabei häufig den Spieß einfach umdrehen. Manchmal reicht es – wie im Falle von Bush und Fischer – den Satz einfach zu wiederholen. Im anderen Fall nutzen Sie dafür die Eigenschaft, die Ihnen im Angriff untergeschoben wird. Im Falle von Silke war es das Attribut »zu unerfahren«, das sie sehr elegant mit »zu erfahren« gekontert hat.

In eine klarere Sprache übersetzt, heißt Silkes Satz nichts anderes als: »Das war aber jetzt eine blöde Frage«. Das wäre als Aussage natürlich verletzend gewesen und hätte die Kommunikation eventuell weitreichend gestört. Durch die schmeichlerische Unterstellung »Sind Sie nicht zu erfahren …« und den imitierten Satzbau wirkt das ganze versöhnlich. Wenn Sie diese Technik verwenden, sagen Sie damit: Wir sind auf einer Wellenlänge, Deine Sätze sind so schön, ich benutze die gleichen.

 

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Drehen Sie den Spieß um!
Rike  / pixelio.de

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