Schlagfertigkeit Blog - Die Macht der Worte
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Apr 16

Nach den Fragen kommen die negativen Glaubenssätze in den Fokus. Sie haben schon gesehen, dass es häufig schon sehr hilfreich ist, sich selbst, bzw. das innere Unterhaltungsprogramm von einer Beobachter-Perspektive aus zu betrachten. Häufig führt das schon dazu, dass die Glaubenssätze an Kraft verlieren.

Mit dem nächsten Schritt wollen wir dafür sorgen, dass die negativen Schlümpfe sich immer weniger auf unsere innere Bühne drängen. Dafür transformieren Sie die negativen Sätze ins Positive. Damit das gelingt, machen Sie nochmals Bestandsaufnahme. Welche Glaubenssätze beschäftigen Sie? Falls Ihnen noch nichts eingefallen sein sollte, dann haben ich hier noch ein paar Anregungen für Sie.

Typische Glaubenssätze, die eine vermeintlich mangelnde Schlagfertigkeit auslösen kann:

  • Das funktioniert bei anderen, aber nicht bei mir.
  • Andere haben eine natürliche Souveränität – ich bin einfach zu schüchtern.
  • Was denken die anderen von mir, wenn ich das sage?
  • Ich bin ja nur ein/e Schüler/Azubi/Aushilfe/Hausfrau/Arbeiter/Abteilungsleiter (setzen Sie hier ein, als was Sie sich bezeichnen).
  • Ich möchte den anderen nicht belästigen.
  • Wer bin ich denn schon?
  • Wenn ich das jetzt sage, mag mich der andere nicht mehr.
  • Ich will auf keinen Fall unhöflich wirken.
  • Ich möchte mich auf keinen Fall blamieren.
  • Wahrscheinlich bin ich einfach zu empfindlich.
  • Ich habe ja nicht mal Abitur / kein Diplom / keinen BWL-Abschluss…
  • Ich bin zu alt.
  • Ich bin zu jung dafür.
  • Ich bin nicht genug.
  • Ich muss immer perfekt sein.
  • Auf mich hört keiner.
  • Ich habe keine Kraft, mich durchzusetzen.
  • Ich muss anderen alles recht machen.
  • Ich bin unwichtig.
  • Ich mache alles falsch.
  • Ich bin zu dumm dafür.
  • Ich habe nie Erfolg.
  • Ich werde nur ausgenutzt.
  • Ich bekomme keine Anerkennung.
  • Ich habe keine Zeit.
  • Man kann niemandem trauen.

Wie sprechen Sie mit sich selbst?

Welche Gedanken beschäftigen Sie in kritischen Situationen? Welches ist Ihr innerer Dialog?
Nehmen Sie sich jetzt kurz fünf Minuten Zeit und notieren Sie die wichtigsten Gedanken, die Ihnen vor oder in kritischen Situationen durch den Kopf gehen. Sie können dafür auch auf Ihre Hitliste vom Artikel “.uuund hier ist er wieder oder: Der Moderator der inneren Hitparade” vom 31.03.2014 zurückgreifen.

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Machen Sie sich ein paar Notizen - Foto: Andreas Willfahrt / pixelio.de

Hier kommt ein Hinweis mit schlagfertigem Nutzen für Sie:

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Gero Teufert, Rhetorik-Trainer

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Apr 14

Wir lösen häufig einen inneren Dialog durch unsere Gedankenwelt aus. Unsere Bewertung steuert unsere Emotionen, bewerten wir negativ, empfinden wir negativ. Wir sind dann fixiert auf die Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg, auf die Hürden, die uns im Wege stehen.

Negative Glaubenssätze sind so etwas wie ein inneres Schlagfertigkeits-Verhinderungs-Programm. Sie stehen unserer Souveränität im Weg.

Häufig lösen diese Situationen Fragen aus, wie z. B.

  • Warum muss mir das passieren?
  • Ich Idiot! Warum fällt mir nie etwas ein?
  • Wieso habe ich immer so ein Pech?

Nehmen Sie sich jetzt kurz fünf Minuten Zeit und notieren Sie die wichtigsten Fragen und Gedanken, die Ihnen durch den Kopf gingen, als Sie das Gefühl hatten, nicht besonders schlagfertig zu sein (Sie werden diese gleich benötigen):

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Unser Gehirn hat eine wunderbare Eigenschaft: Es sucht unermüdlich nach Antworten auf alle Fragen, die wir uns stellen. Zu jeder Frage findet das Gehirn eine Antwort. Wie diese Antwort ausfällt, ist abhängig von den Fragen, die wir uns stellen. Unser Verstand ist sehr anpassungsfähig. Der innere Dialog funktioniert immer, die Frage ist nur, in welche Richtung Sie Ihre Gedanken lenken.  Stellen Sie sich negative Fragen, bekommen Sie die entsprechenden negativen Antworten.

Wenn Sie sich fragen:

  • Warum muss mir das immer passieren?

Formuliert Ihr Unterbewusstes eine Antwort wie:

  • Du ziehst das Unglück nun mal an!

Wenn Sie sich fragen:

  • Ich Idiot! Warum fällt mir nie etwas ein?

Hat Ihr Unterbewusstes eine Antwort parat:

  • Weil du einfach zu blöd bist!

Wenn Sie sich fragen:

  • Warum habe ich immer so ein Pech?

Antwortet Ihr Unterbewusstes:

  • Weil Du es nicht besser verdienst!

Diese Art von Fragen bringen Sie nur dazu, Ihre eigenen Minderwertigkeitsgefühle aufzuwärmen. Die Suche, die Sie über diese Fragen auslösen, schickt Sie immer weiter in die Hölle der Selbstzweifel. Das alles untergräbt Ihre Souveränität. Beachten Sie bitte auch eins: Diese Fragen sind rein auf Vergangenheit bezogen. Sie wälzen die immer gleichen Erfahrungen noch einmal im Hirn und verstärken dadurch die negativen Effekte. Das Vergangene ist geschehen, und es lässt sich nicht mehr ändern, egal wie lange Sie darüber grübeln. Es gibt kein Leben in der Vergangenheit. Ihr Leben passiert im Hier und Jetzt. Jedes Mal, wenn Sie emotional in der Vergangenheit feststecken, sollten Sie etwas ändern.

Größtes Hindernis zum Erfolg sind wir selbst! Transformieren Sie negative Fragen in positive oder konstruktive.

Weil unser Verstand so wunderbar adaptiv sein kann, können wir das ausnutzen. Wenn Sie sich die richtigen Fragen stellen, bekommen Sie Antworten, die Sie in Ihrer Entwicklung unterstützen.  Woran erkennen Sie nun positive Fragen? Positive Fragen sind auf das Hier und Jetzt ausgerichtet oder auf die Zukunft. Sie suchen nach Ansätzen und Strategien, die zu einer besseren Zukunft und cleverem Verhalten in der Zukunft führen.

Positive Fragen nach negativen Erlebnissen sind zum Beispiel:

  • Welche Möglichkeiten hätte ich, wenn mir etwas Ähnliches mal wieder passiert?
  • Was kann ich das nächste Mal sagen, um in so einer Situation besser zu handeln?
  • Wie kann ich das Problem lösen?

Wenn Sie sich also demnächst mal wieder im negativen Fragenmodus befinden, transformieren Sie diese Fragen ins Positive. Schreiben Sie sich jetzt die Fragen auf, die Sie sich zukünftig stellen wollen, um eine konstruktive Suche auszulösen:

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Nehmen Sie sich Zeit und konzentrieren Sie sich auf Ihren inneren Dialog - Foto: alf loidl / pixelio.de

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Apr 11

Über den berühmten Chirurgen Prof. Sauerbruch wird folgende Geschichte berichtet: Zur Zeit des ersten Weltkriegs lag ein Patient in einem Krankenhaus und sein Zustand verschlechterte sich täglich. Die Ärzte waren ratlos und hatten keine klare Diagnose. Der Patient flehte sie an: »Bitte sagen Sie mir doch, was mir fehlt und wie Sie mir helfen können.« Die Ärzte konnten die Frage nicht beantworten. Schließlich sagte einer von ihnen: »Wir wissen es nicht. Aber in wenigen Tagen besucht uns der berühmte Professor Sauerbruch. Er wird mit Sicherheit diagnostizieren können, woran es liegt. Ich verspreche Ihnen, dann werden Sie bald wieder gesund.« Der Patient war erleichtert. Wenige Tage später kam Prof.Sauerbruch in das Krankenhaus und untersuchte wie versprochen bei seiner Visite den Patienten. Er schaute die anderen Ärzte mit ernstem Gesichtsausdruck an und sagte »moribundus«. Der Patient war erleichtert. »Endlich«, so dachte er, »ist die Krankheit diagnostiziert.« Zwei Wochen später verließ er das Krankenhaus vollkommen gesund.

Die Ärzte staunten. Denn das lateinische Wort »moribundus«, das Prof.Sauerbruch benutzte, bedeutet sinngemäß »Er wird sterben.«. Der Patient hatte diese für ihn unverständliche Aussage jedoch gegensätzlich gedeutet. Der Glaube an eine Heilung und die Autorität des berühmten Professors hatten die Gedanken und Erwartungen des Patienten derart beeinflusst, dass die Heilung eintrat.

Die Ärzte sprechen in solchen Fällen vom Placebo-Effekt. Damit bezeichnen sie Phänomene, bei denen eine Heilung eintritt, ohne dass eine wirksame Medizin verabreicht wurde. In der so genannten Psychoneuroimmunologie erforschen Wissenschaftler, wie Emotionen auf den Körper wirken. So weiß man heute, dass der gesamte Stoffwechsel von der Verdauung bis hin zu Gedächtnisleistungen durch Gedanken und unbewusste geistige Zustände beeinflusst wird. Neuwissenschaftler, wie der italienische Forscher Fabrizio Benedetti, können inzwischen anhand der Messung von Hirnströmen bestätigen, dass der Placebo-Effekt zu einer nachweisbaren Reaktion beim Patienten führt. So verändert schon das das Gespräch mit einem Arzt die Gehirnströme im Stirnhirn, dass die weiter im Inneren des Hirns liegenden emotionalen Zentren beeinflusst. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Vertrauensverhältnis und dass der Arzt vom Patienten als überzeugender Mediziner wahrgenommen wird.  Medizinische Anwendungen – wie das Verabreichen von Medikamenten – verstärken den Effekt weiter, selbst wenn diese Medikamente aus pharmakologischer Sicht wirkungslos sind. Die Heilung wird in diesen Fällen also rein durch eine veränderte Einstellung und Gedankenwelt der Patienten ausgelöst.

Placebos vs. echte Medikation - ein Experiment! - Foto: PeterFranz / pixelio.de

Das wohl beeindruckendste Ergebnis stammt aus einer Studie in den USA. Dort behandelte ein Arzt Patienten mit starken Schmerzen im Knie. Die eine Hälfte der Patienten wurde nach allen Regeln der Ärztekunst chirurgisch versorgt. Dabei wurde ein Schnitt am Knie gesetzt und das Kniegelenk durch eine Spülung gereinigt. Die andere Hälfte seiner Patienten erhielt nur eine Scheinoperation, ihnen wurden die Vorgänge nur vorgegaukelt. Nach zwei Jahren war der Heilungserfolg beider Patientengruppen identisch, obwohl die eine Hälfte nur eine Placebo-Operation bekommen hatte.

Der Placebo-Effekt, diese Heilung aus dem Nichts, ist vielen Ärzten suspekt, denn – so der Gedankengang – wo es keine Ursache in der Behandlung gibt, kann auch keine Wirkung entstehen. Dabei gehen Placeboforscher davon aus, dass eventuell 70 %  jeder Heilung durch diesen Effekt ausgelöst wird. Die Deutsche Ärztekammer hat inzwischen anerkannt, dass der Placebo-Effekt »nachgewiesenermaßen eine neurobiologische Basis hat« und weiter erforscht werden sollte, wie er bewusst ausgelöst werden kann.

Wenn unsere Gedanken solch weitreichenden Einfluss auf unsere Gesundheit haben, dann lohnt es sich, auch im Rahmen der Schlagfertigkeit einen tieferen Blick auf die Gedankenwelt zu werfen. Eine positive Einstellung und die passenden Gedanken können Ihre innere Einstellung ähnlich heilen wie der Placebo-Effekt Krankheiten heilt. Ein guter Grund also, die eigene Erwartung möglichst positiv einzustellen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

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Apr 9

Wenn es in Deinem Inneren keinen Feind gibt, dann musst Du den Feind von außen nicht fürchten.

 Afrikanisches Sprichwort

Häufig sprechen Menschen mit mir über Erlebnisse, bei denen sie sich eine schlagfertige Reaktion gewünscht haben und bitten mich um Rat. Ich versuche dann durch Fragen den Sachverhalt weiter zu ergründen und häufig stelle ich fest, dass eine schlagfertige Antwort gar nicht mein Mittel der ersten Wahl wäre, sondern dass es um die Einstellung im Umgang mit der Situation oder dem Erlebten geht. Dabei spielen die Glaubenssätze eine ganz wichtige Rolle.

Negative Glaubenssätze haben einen Einfluss auf unser Handeln und unsere Gefühle. Gerät ein Glaubenssatz in Resonanz, begeben wir uns sehr schnell in die Opferrolle und befinden uns im Mangeldenken. Wir machen einen anderen für unsere negativen Gefühle verantwortlich und das Reziprozitätsprinzip sorgt für Rachegedanken. Wir wünschen uns dann eine schlagfertige Antwort. Diese würde aber nur für eine kleine innere Erleichterung sorgen, nicht für eine Lösung des Problems.

Glaubenssätze zeigen das, was Sie über sich selbst glauben - Foto: Bernd-Kasper-pixelio.de

Gedanken rauschen nicht einfach so vorbei. Jeder Gedanke setzt sich aus einer Reihe elektrischer Impulse in unserem Gehirn zusammen. Diese lösen weitere elektrische und chemische Reaktionen im Körper aus. Wenn das Gehirn einen Befehl in Form eines Gedankens erhält, reagiert es darauf und beeinflusst das zentrale Nervensystem, verändert Herz-, Atemfrequenz, die Hormonausschüttung und steuert damit unser Wohlbefinden oder Nicht-Wohlbefinden.

Wenn der Glaubenssatz uns ein Limit auferlegt, geraten wir in die immer gleichen Handlungsmuster und Probleme.

 

Diese Muster zeigen sich zum Beispiel in

  • Wutausbrüchen, Zorn, Ärger
  • Handlungsunfähigkeit
  • dem Gefühl der Machtlosigkeit
  • Perfektionismus
  • Rechthaberei
  • dem Gefühl, andere belehren zu müssen
  • Kontrollbedürfnis/mangelndem Vertrauen in die Arbeit anderer
  • Mangeldenken
  • sich wertlos fühlen/nicht genug zu sein

Wenn Sie eins dieser Verhaltensmuster auch von sich selbst kennen, lohnt es sich darüber nachzudenken und nach den limitierenden Glaubenssätzen zu suchen. Wenn Sie sich davon befreien, werden Sie deutlich selbstbewusster durch die Welt gehen. Mit der geänderten inneren Einstellung verbessert sich dann auch Ihre Schlagfertigkeit.

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Apr 7

In den folgenden Artikeln finden Sie:

  • Wie Sie Ihren inneren Dialog konstruktiv gestalten
  • Negative Fragen in positive wandeln
  • Negative Glaubenssätze transformieren

Unsere eigenen gedanklichen Muster und die innere Einstellung stehen uns oft im Wege. Ich werde Ihnen in diesem Kapitel zeigen, wie Sie diese Hindernisse überwinden und für sich selbst ausräumen können.

Überwinden Sie die Hindernisse - Foto: Paulwip / pixelio.de

Eine Bemerkung vorweg: Dieses Kapitel kann Ihre grundsätzliche Einstellung sehr weitreichend verändern. Wir arbeiten hier an Gedankenmustern, die Sie in Ihrem Verhalten einschränken. Diese führen häufig dazu, dass wir unter unseren Möglichkeiten bleiben. Sie können damit aufräumen und Ihre inneren Blockaden und die dadurch ausgelösten Verhaltensmuster selbst aufräumen.

Sie brauchen dafür ein paar Minuten Zeit und die Bereitschaft, sehr ehrlich Ihre eigenen Gedankengänge zu hinterfragen. Wenn Sie das tun, werden Sie mit einigen wichtigen Erkenntnissen belohnt werden. Wenn Sie gerade keine Lust dazu haben, dann überschlagen Sie einfach diese Abschnitte und lesen in den darauf folgenden Artikeln weiter. Sie können später immer wieder hierher zurückkehren. Ich empfehle Ihnen allerdings, sich jetzt gleich an die Arbeit zu machen. Sie wollen sich doch verbessern, oder?

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